Nein zur brandgefährliche 99%-Initiative der Jungsozialisten

Nachfolgeregelungen in Familien-KMU werden massiv erschwert

Nachfolgeregelungen in Familienbetrieben sind bereits heute eine grosse Heraus­forderung. Die Initianten vergessen, dass weit über drei Viertel der Unternehmen in Familienbesitz sind. Über 90% der Nachfolgeregelungen erfolgen entgeltlich, wie diverse Untersuchungen ergeben haben. Bei einer solchen Nachfolgeregelung wird die oftmals über Jahrzehnte aufgebaute Firmensubstanz übertragen. Aus dem Ver­kaufserlös müssen die abtretenden Eigentümer nicht nur die Finanzierung ihres Lebensunterhalts im Alter sicherstellen. In vielen Fällen übernimmt ein Kind als Nachfolger das Unternehmen, während die ande­ren Kinder im Rahmen der Erbteilung gleichmässig abgegolten werden müssen. Der von den Initianten vorgeschlagene Schwellenwert von 100‘000 Franken wird in solchen Fällen fast immer überschritten.

Mit der «99%-Initiative» würde ein substantieller Teil des Verkaufserlöses an den Staat abfliessen. Dies wiederum bedeutet, dass sich die Nachfolgegeneration in den Unter­nehmen zusätzlich verschulden müsste, um die Aufwendungen tragen zu können. In den meisten Fällen müssen diese Schulden vom betroffenen Betrieb übernommen bzw. finan­ziert werden. Damit wird das Unternehmen zusätzlich geschwächt. Statt dass die Mittel in den Betrieb investiert werden können, fliessen sie dem Staat zu.

Nachfolgeregelungen in Familien-KMU werden massiv erschwert. Damit setzt die Ini­tia­tive die Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen fahrlässig aufs Spiel.

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